Kammermusikverein Weimar e.V.

Liebe Kammermusikfreunde

einmal mehr vereint die kommende Auftakt-Saison die gefragten „Heimspiele“ des Klenke Quartetts. Und während in aller Welt die vier Damen als kammermusikalische Visitenkarte Weimars gelten, schätzen wir uns glücklich, ihre Heimatverbundenheit alljährlich in Form dieser besonderen Reihe zu erleben.

Gleich drei Schwerpunkte präsentiert die kommende Saison. Was bei gerade fünf Terminen ambitioniert erscheinen mag, hat absolute Berechtigung: An Dvořák kommt ein Kammermusiker kaum vorbei, zumal, wenn man Mut zu „saftiger Romantik“ hat. Sein 175. Geburtstag bietet jedenfalls die beste Gelegenheit zum Wiederhören seines hinreißenden Klavierquintetts wie des populären Amerikanischen Quartetts. Den Mozart-Zyklus der Klenkes in dieser Spielzeit fortzusetzen, versteht sich von selbst, sind seine Streichquintette doch unverändert eine Entdeckung wert. Bleibt schließlich das große Reformations-Jubiläum. Doch wie reagiert man als Streichquartett auf das Lutherjahr? Vielleicht mit der besten aller Möglichkeiten - und der Premiere einer Auftakt-Exkursion. Wo könnte man sich besser dem Thema widmen als in der Wittenberger Stadtkirche, zumal, wenn anschließend Haydns ergreifender „Sieben letzte Worte“-Zyklus zu erleben ist?

Der programmatische Rundumschlag verfügt also zweifelsohne über reichlich Substanz - und das Klenke Quartett über namhafte Mitstreiter. Harald Schoneweg ist dem geneigten Auftakt-Freund ein vertrauter Partner, Matthias Kirschnereit ein treuer Freund des Quartetts, der selbstverständlich das im Vorjahr krankheitsbedingt entfallene Konzert nachholt. Bleibt die Begegnung mit Andrea Kauten, die als Liszt-Spezialistin nach Weimar zu holen geradezu zwangsläufig erscheint. Einmal mehr zeigt sich also die Kammermusik im besten Gewand, mit mindestens fünf guten Anlässen, den Auftakten ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Ihr Christoph Drescher
Kurator des Kammermusikvereins Weimar e.V.